Skip to main content

Klettergurt Test 2017 – Der richtige Gurt für den Klettersteig

Der gut sitzende Klettergurt bewahrt dich vor einem Absturz. Der Klettergurt Test 2017 möchte dich daher bestmöglichst beraten, um dir die Kaufentscheidung deines persönlichen Klettergurts zu vereinfachen. Persönlich ist hier wörtlich gemeint – verleihe nie unbeaufsichtigt deinen eigenen Klettergurt.

Ein Klettergurt besteht aus zwei Beinschlaufen und einer Hüftschlaufe, die durch einen Steg miteinander verbunden sind. Für die Verstauung der Klettersteigkarabiner und der Bandschlinge mit Rastkarabiner sind Materialschlaufen an den Seiten und an der Rückseite vorgesehen. Diese sind keine tragenden Teile und dürfen keinesfalls zum Sichern verwendet werden.

Ganz vorne befindet sich die Einbindeschlaufe für das Klettersteigset. Das Klettersteigset wird mit Hilfe eines Ankerstichknoten in den Gurt eingebunden. Welche Kriterien es beim Kauf zu beachten gibt, findest du in meiner ausführlichen Klettergurt Test 2017 Kaufberatung weiter unten auf der Seite. Nachfolgend aber nun einige Klettergurte, die der Klettergurt Test 2017 für den Klettersteig empfiehlt.

 

Hinweis: Gurte mit ausführlichem Testbericht sind mit „Test“ im Namen gekennzeichnet.

Mammut Ophir 3 Slide

ab 57,68 € 64,99 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
Das günstige Multitalent
Edelrid Jay Test

ab 56,89 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
Mammut Ophir 4 Slide Test

ab 70,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
Petzl Corax Test

ab 59,99 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
Preis/Leistungssieger!
Salewa Via Ferrata Evo Test

ab 40,91 € 45,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

Klettergurt Test 2017 – Kaufberatung

Bevor du dir einen Gurt aussuchst, solltest du zunächst einmal wissen, welche Gurttypen es überhaupt gibt. Der Klettergurt Test 2017 hat für dich zur besseren Übersicht folgende Tabelle entworfen.

GurttypHüftgurtKomplettgurtKombigurt
VorteileOptimale Bewegungsfreiheit

Einfache Anwendung

Hoher Tragekomfort

Gepolsterte Gurte erhältlich (Klettergurte)

günstig, da große Stückzahl durch Kletterbedarf
maximale Sicherheit gegen Herausrutschenflexibel (auf leichten Steigen kann mal nur Hüftgurt angewendet werden)

maximale Sicherheit wenn beide Gurtteile verwendet werden
NachteileBei schwerem Gepäck Risiko nach hinten zu kippen oder rauszurutschenkomplizierte Anwendung

Bewegungsfreiheit eingeschränkt

nicht so guter Tragekomfort

teuer

keine gepolsterten Gurte erhältlich

wenig Auswahl (Hüft und Brustgurt sollten vom selben Hersteller sein)

erhöhter Zeitbedarf und Aufmerksamkeit beim Verbinden der beiden Gurtteile

teurer

Du erkennst aus dieser Tabelle, beim Klettersteiggehen werden aufgrund der maximalen Bewegungsfreiheit gerne Hüftgurte genommen. Deswegen findest du beim Klettergurt Test oben bei den Produkten auch ausschließlich Hüftgurte im Programm. Die besten Klettergurte von ihnen hat der Klettergurt Test in dieser TOP 5 Klettergurte Tabelle zusammengefasst.

Für einen Klettersteig kann man auch ruhig einen ungepolsterten Gurt nehmen in dem man sich gut bewegen kann. Am Klettersteig sitzt man normalerweise nicht im Gurt, hier ist eher der Fokus auf viel Bewegungsfreiheit zu legen. Ich persönlich benutze z.B. seit Jahren den komplett ungepolsterten Via Ferrata Lite von Salewa und bin sehr zufrieden. Dieser Gurt wurde vom Nachfolger Salewa Via Ferrata Evo ► zum Test erfolgreich abgelöst.

Der einzige Nachteil des Hüftgurtes besteht darin, dass man mit schwerem Gepäck eventuell nach hinten kippen kann. Wenn es ganz blöd läuft könnte man theoretisch sogar aus dem Gurt rutschen…Wenn man seinen Gurt aber richtig eng schnallt, sollte dies in der Praxis aber nicht passieren.

Besonders Ängstliche können aus diesem Grund einen Hüftgurt daher auch zusammen mit einem Brustgurt* verwenden. Achtung, hier sollte man darauf achten, dass beide Komponenten von einem Hersteller stammen, da diese Komponenten dann optimal aufeinander abgestimmt sind. Der Brustgurt soll bei einem Sturz verhindern, dass man sich kopfüber dreht. Sollte man einen Rucksack über dem Brustgurt tragen wollen, so empfiehlt der Klettergurt Test eine ungepolsterte Variante zu wählen, denn das ist wesentlich bequemer.

An dieser Stelle gleich mal eine Warnung des Klettergurt Test.

Niemals einen Brustgurt ohne dazugehörigen Brustgurt verwenden. Es herrscht absolute Lebensgefahr!

Klettergurt Test 2017 – Welche Größe soll ich wählen?

Bei einem Klettergurt kommt es auf zwei Stellen bei der Passform an. Der Klettergurt muss zu allererst perfekt an der Hüfte passen. Das zweite wichtige Maß ist das Maß der Oberschenkel für die Beinschlaufen. Die meisten Klettergurte werden daher in zwei Größen angeboten, damit er perfekt passt und ein sicheres Gefühl dem Träger oder der Trägerin vermitteln kann. Darum gilt vor dem Kauf seinen Hüftumfang auf Höhe kurz unter der Taille und den Umfang der Oberschenkel in der Mitte der Oberschenkel abzumessen.

Gibt es auch Modelle speziell für Damen?

Ja, obwohl viele Klettergurte Unisex-Modelle sind, d.h. für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet, gibt es von verschiedenen Herstellern auch speziell auf die Anatomie von Damen angepasste Damenmodelle. Diese machen, je nach Figur, auch wirklich Sinn. Sollte es ein Damenmodell von einem Hersteller geben, liebe Klettersteiglerin, empfehle ich dir auch ein solches zu nehmen. Das Klettern wird dir damit gleich noch mehr Spaß bereiten.

Wie schaut es mit Modellen für Kinder aus?

Für Kinder ist ein spezieller Kinderklettergurt nötig. Dieser ist meistens als Komplettgurt gestaltet, da die Hüften von kleineren Kindern noch nicht ausreichend geformt sind um von einem Hüftgurt alleine gehalten zu werden. Der Komplettgurt verhindert zuverlässig, dass das Kind aus dem Gurt rutschen kann oder kopfüber hängen kann. Möglich ist hier auch eine Kombination aus Hüft- und Brustgurt.

Klettergurt Test – Wie stelle ich den Gurt optimal ein?

Bei Hüft und Beinschlaufe sollte Gurt und Körper noch in etwa eine Handfläche passen, dann ist der Gurt richtig eingestellt. Der Hüftschlaufe des Hüftgurts wird oberhalb des Hüftknochens zugezogen. Der Gurt ist so zu wählen, dass die Schnallen nicht am Anschlag sind und eventuell dickere Kleidung darunter auch noch getragen werden kann.

Der Klettergurt Test rät: Wenn du dir bei der Größe nicht sicher bist, zögere nicht, den Gurt in zwei Größen bestellen und dann die passende Größe zu behalten und die nicht passende Größe zurückzuschicken. Mach aber bitte den Größentest zuhause, nicht auf dem Klettersteig, andere Kunden werden es dir danken. 😉

Klettergurt Test 2017 – Auf was muss ich bei einem Klettergurt achten?

Bedienung der Schnallen und Materialschlaufen

Je mehr Schnallen der Gurt besitzt umso flexibler kannst du ihn auf deinen Körper einstellen. Aber es dauert auch umso länger, weil alle Schnallen bedient werden wollen. Verstellbare Beinschlaufen sind wichtig, wenn du deinen Klettergurt auch mal über dickeren Hosen tragen möchtest. Die meisten Gurte verfügen über verstellbare Beinschlaufen, fand der Klettergurt Test 2017 heraus.

Daneben solltest du auf folgende Punkte achten:

Sind farbliche Markierungen (Einbindeschlaufe) gegen Fehlbedienung vorhanden?

Wie gut laufen die Schnallen?

Wie groß sind die Materialschlaufen?

Lassen sich die Schnallen gut bedienen?

Sind die Schnallen selbstblockierend (d.h. ziehen sie sich bei Belastung automatisch zu?)

Sind die Schnallen gut erreichbar?

Lässt sich der Klettergurt vorne an der Einbindeschlaufe einwandfrei zentrieren?

Klettergurt Test – Komfort

Auf dem Klettersteig ist das Thema Komfort vielleicht nicht so wichtig, da der Gurt ja möglichst unbelastet bleiben sollte. Beim alpinen Klettern dafür umso mehr, da man ja öfters im Gurt hängt. Aus diesem Grund solltest du darauf Wert legen, dass der Gurt über eine gute und bequeme Polsterung verfügt. Je breiter die Beinschlaufen sind, desto bequemer sind sie. Allerdings wird es unter breiten Polsterungen auch sehr schnell warm, aus diesem Grund solltest du auf luftdurchlässige Polsterungen achten.

Aber auch auf dem Klettersteig ist ein gepolsterter Gurt nicht verkehrt, denn an schwierigen Stellen, mit der Bandschlinge mit Rastkarabiner gesichert, wirst du vielleicht öfters im Gurt hängen als dir lieb ist. Auch beim Fotografieren ist ein gepolsterter Gurt von Vorteil.

Einsatzbereich und Ausstattung des Klettergurts

Man sollte sich im Klaren darüber sein, ob man mit seinem Gurt ausschließlich Klettersteige begehen oder auch noch andere Aktivitäten wie Eisklettern, alpines Klettern oder Klettern in der Halle machen möchte.

Nur Klettersteig?

Alle auf dieser Seite empfohlenen Klettergurte des Klettergurt Test haben einen breiten Einsatzbereich. Eine Ausnahme bildet der Salewa Via Ferrata Evo, der aufgrund seiner fehlenden Polsterung nur für Klettersteige geeignet ist, aber dafür sehr gut, da er sehr leicht ist. Dies macht sich weniger am Körper als hauptsächlich bei langen Zustiegswegen zum Klettersteig bemerkbar, bei der jedes Gramm im Rucksack zählt.

Der Klettergurt Test rät bei einem Gurt für ausschließlich Klettersteige auf

geringes Gewicht (wg. langer Zustiege)

schnelle Verstellung der Bein und Hüftschlaufen

kleines Packmaß

ein oder zwei Materialschlaufen

zu achten.

Auch Alpines Klettern oder Hallenklettern?

Solltest du zusätzlich noch Gefallen am alpinen Klettern oder Klettern in der Halle finden, so empfiehlt der Klettergurt Test dir alle anderen Allroundgurte auf dieser Seite anzusehen. Diese Gurte bieten eine Vielzahl an großen Materialschlaufen, so dass du dein Kletterzubehör hier sicher verstauen kannst und es nicht im Weg rumhängt. Außerdem sind diese Gurte mit einer sehr bequemen Polsterung versehen. Wer mit Steigeisen oder mit Ski unterwegs ist, dem empfiehlt der Klettergurt Test einen Gurt mit leicht verstellbaren Beinschlaufen um das An- und Ausziehen zu erleichtern.

Der Klettergurt Test rät auf

bequeme Polsterung

leicht verstellbare Beinschlaufen

große Anzahl an Materialschlaufen

zu achten.

Wie kontrolliert und pflegt man einen Klettergurt richtig?

Nichtgebrauch

Der Klettergurt sollte bei Nichtgebrauch keinen extremen Temperaturen und keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Er ist außerdem so zu verstauuen, dass er vor Nagetieren sicher ist. Lösungsmittelhaltige Substanzen wie Säuren und Benzin oder Öl sollten zudem keinesfalls mit dem Gurt in Berührung kommen.

Nach dem Gebrauch

Man sollte den Gurt nach jedem Klettersteigausflug auf Risse und Löcher kontrollieren. Auch die Verschlussschnallen sollten auf korrekte Funktion überprüft werden. Falls hier Beschädigungen erkennbar sind (starke Roststellen o.ä.), sollte der komplette Gurt ausgetauscht werden. Auch das Gurtmaterial von Hüft- und Beinschlaufen sollte auf Abrieb untersucht werden.

Stark abgenutzte Stellen bieten keine Sicherheit mehr und können reißen. Sind stark abgenutzte Stellen erkennbar, so sollte auch hier sicherheitshalber der Klettergurt ausgetauscht werden. Der Verbindungssteg zwischen den Beinschlaufen ist die größte Schwachstelle bei einem Klettergurt. Ist dieser stark abgenutzt oder gar schon ausgefranst, so muss der Gurt unverzüglich ausgetauscht werden.

Pflege

Der Klettergurt kann mit der Hand oder mit der Waschmaschine gewaschen werden. Man sollte jedoch keine Weichspüler und keine Bleichmittel verwenden. Nach dem Waschen ist der Gurt zu trocknen, wenn möglich im Freien. Sollten sich nach gewisser Zeit Fäden am Gurt bilden, müssen diese vernäht werden.

Klettergurt Test 2017 – Wann brauchts einen neuen Klettergurt?

Hier gibt es eine Faustformel des DAV die besagt, nach fünf Jahren Lagerung und fünf Jahren Gebrauch ist ein Klettergurt zu ersetzen. Diese Regel gilt allerdings nicht wenn der Klettergurt vorher beschädigt wurde oder durch hohe Belastung Abnutzungserscheinungen zeigt. Außerdem ist beim jeweiligen Modell auch immer die Bedienungsanleitung des Herstellers zu beachten.

Wie bewertet der Klettergurt Test 2017?

Im Klettergurt Test werden die Gurte nach den Kriterien

  • Bedienung
  • Verarbeitung
  • Tragekomfort
  • Ausstattung
  • Preis/Leistung

überprüft, zusammengefasst und anschließend ein Fazit gebildet. Ist der Gurt vom Gesamtergebnis empfehlenswert, spricht der Klettergurt Test 2017 auch eine Kaufempfehlung aus.

Schau dir auch meinen Vergleich der TOP 5 Klettergurte an.


Gefällt dir der Beitrag? Ich freue mich, wenn du ihn weitersagst: