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Klettersteig Rucksack – Immer alles dabei

Ein Klettersteig Rucksack gehört neben der Klettersteigsicherheitsausrüstung zu einer Klettersteigbegehung unbedingt dazu. Mit einem Klettersteig Rucksack lassen sich in erster Linie Getränke und Proviant, aber auch wärmende Kleidung und wichtige Utensilien wie z.B ein Handy für den Notfall auf dem Rücken mitführen, so dass man stets alle Hände frei zum Klettern hat. Doch brauche ich immer einen riesigen 30 Liter Rucksack mitschleppen, womöglich mit Netzrücken? Dazu ein klares Nein von mir. Warum das so ist? Dieser Artikel klärt es und gibt außerdem Tipps auf was man beim Kauf achten sollte und wie ein Klettersteig Rucksack richtig zu packen ist.

Das Wichtigste zuerst: Klettersteige sind nicht alle gleich. Hier muss man zwischen verschiedenen Klettersteigarten unterscheiden. Es gibt einerseits hoch gelegene Alpinklettersteige, die einen langen Zustieg (und auch wieder Abstieg) haben. Diese Klettersteige sind meistens als Tagestour zu verstehen, weil man in der Regel vom Tal erst zum Einstieg des Klettersteigs aufsteigen muss und nachher logischerweise auch wieder absteigen muss. Daneben gibt es kurze (knackige) Sportklettersteige, für die man selten mehr als 1,5 bis 2 Stunden benötigt. Diese sind meist recht talnah gelegen, so das der Zu- und Abstieg vernachlässigbar ist. So unterschiedlich die Klettersteige sind, so unterschiedlich fallen auch geeignete Rucksäcke für die jeweilige Klettersteigart aus. Im Folgenden werde ich daher zuerst Rucksackempfehlungen unter 30 Liter für die kurzen Sportklettersteige geben und danach für die langen Alpinklettersteige, im Rahmen einer Tagestour.

Kurze anspruchsvolle Sportklettersteige (bis 2 Std.)

Welche leichten Rucksäcke sind für eine kurze Tour geeignet?

Leichter Klettersteig Rucksack

Leicht unterwegs an der Weißen Gams

Mit einer kurzen Tour meine ich besonders die knackigen Sportklettersteige. Paradebeispiele sind hier die Weiße Gams, der Hausbachfall in Reit im Winkl oder auch der Huterlaner Klettersteig (kurz aber nicht knackig). Hier eignen sich alle schmalen kleinen und leichten körpernahen Rucksäcke ohne Netzrücken. Warum ohne? Der Grund ist folgender: Rucksäcke mit solch einem Anti-Schwitz-Netz befinden sich zu weit vom Körper weg und verlagern den Schwerpunkt unnötig nach hinten. Glaub mir, schwitzen wirst du an einem Sportklettersteig sowieso.

Was soll alles in den Rucksack für Sportklettersteige

  • Trinkflasche (Trinkblase)
  • Brotzeit
  • Traubenzucker (Energieriegel)
  • Kopfschmerztabletten
  • Erste Hilfe Set
  • Handy für Notruf (aufgeladen)

Mehr brauchst du an einem Sportklettersteig nicht! Ich spreche da aus Erfahrung. Du wirst froh sein, so leicht unterwegs zu sein, das Klettern ist schon schwer genug. Am Wichtigsten ist genügend Flüssigkeit mitzunehmen (mind. 1,5 bis 2 Liter). Und ja, ne 1,5er passt auch in den Fahrradrucksack.

Beim Klettersteigset erübrigt es sich meistens dieses in den Rucksack zu packen, denn die Zustiege bei den talnahen Klettersteigen gehen selten über 15 Minuten. Da kann man locker schon am Auto den Gurt und das Klettersteigset anziehen – wirkt eh viel cooler 😉 , Karabiner und Rastschlinge (hoffentlich hast du eine dabei) hängst du dann einfach in die Materialschlaufe(n) des Klettergurts. Den Helm kannst du locker baumelnd am Kinnband entweder an der Trageschlaufe des Rucksacks befestigen oder am Schulterriemen wie eine Schale aufhängen. In den Helm kannst du dann die Klettersteighandschuhe packen.

Das leidige Thema: Fahrradrucksack – Ja oder Nein?

Hier erlaube ich mir einen kurzen Einschub. An dieser Stelle möchte ich auch mal eine Lanze für die oft kritisierten Fahrradrucksäcke brechen. Manche schreiben „Finger weg vom Fahrradrucksack“. Ich sehe das ganze etwas differenzierter. Auf einem langen Alpinklettersteig kannst du einen Fahrradrucksack wirklich vergessen, weil er viel zu klein für Proviant, Trinkflasche und warme Kleidung (Klettersteigjacke) ist. Jedoch auf kurzen aber knackigen Sportklettersteigen, die meistens talnah sind, haben federleichte Fahrradrucksäcke durchaus ihre Berechtigung. Hier muss es kein schweres Exemplar wie bei einer Tagestour sein, im Gegenteil – so ein schwerer Rucksack, womöglich noch voll bepackt, wird dich gerade bei Überhängen sogar behindern, da er den Schwerpunkt nach hinten verlagert. So bekommst du unnötig Übergewicht nach hinten.

Warum werden Fahrradrucksäcke oft nicht empfohlen?

Oft benutztes Argument gegen Fahrradrucksäcke ist, dass diese nicht eng genug am Körper anliegen würden. Doch das stimmt nicht immer. Manche Modelle besitzen sogar einen Bauchgurt und sogar einen kleinen Gurt um die Schulterschlaufen an der Brust miteinander zu verbinden. Die Hüftflossen fallen hier sicherlich etwas kleiner aus, und sie sind nicht immer weich gepolstert wie bei den großen Rucksäcken. Doch das muss auch nicht sein.

Wozu braucht man eine weiche Polsterung? Um das Gewicht des Rucksacks mit dem Bauch etwas abzustützen und den Rücken damit zu entlasten. Aber mal ganz ehrlich – welches schwere Gewicht muss man denn bei einem Fahrradrucksack abstützen? Hier passt eh nicht viel rein, also tut es ruhig auch ein schmalerer Bauchgurt. Unangenehm Einschneiden sollte der Gurt aber natürlich nicht. Der Gurt soll straff gezogen sein ohne allzu sehr zu drücken. Hier soll kein Gewicht abgestützt werden, sondern der Hauptzweck dieses Bauchgurts ist den Fahrradrucksack nah am Körper zu halten.

Das zweite Argument, das angeführt wird, ist der Netzrücken, der als Anti-Schwitz-Netz dient. Hier muss ich sagen, lasse ich das Argument gelten, da er den Schwerpunkt in steilen Passagen und Überhängen wirklich unnötig nach hinten verlagert. Die Gewichtsverteilung ist dann ungünstig und wird dich nerven, wenn es dich immer wieder unangenehm nach hinten zieht..

Auf den Punkt gebracht lässt sich das ganze folgendermaßen zusammenfassen: Mut zum Fahrradrucksack wenn er folgende Bedingungen erfüllt:

  • Bauchgurt und Raffgurt vorhanden
  • ohne luftdurchlässigen Netzrücken

Empfehlenswerte Leichtrucksäcke für Sportklettersteige

Mammut Neon Light

49,92 € 69,00 €

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Lixada leichter Fahrradrücksack

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Deuter Speed Lite 10

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Deuter Speed lite 15

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Lange Alpinklettersteige (als Tagestour)

Diese Klettersteige zeichnet aus, dass vor dem eigentlichen Klettersteig ein bis zu mehrstündiger Zustieg ansteht. Der Einstieg befindet sich hoch oben im felsigen Gelände. Bei einigen Klettersteigen  kann man diesen Zustieg auch mit der Seilbahn bewältigen. Das ist dann ein Klettersteig mit sogenannter Seilbahnunterstützung. Zum Einstieg muss man dann aber immer noch ein gutes Stück hochsteigen. Selten befindet sich der Einstieg direkt neben der Seilbahn Bergstation. Paradebeispiele für Alpinklettersteige sind Alpspitzferrata, Grünstein Klettersteig und das Schuastagangl an der Steinplatte. Königsdisziplin ist der Klettersteig auf die Zugspitze.

Welcher Klettersteig Rucksack für lange Alpinklettersteige?

Für eine Tagestour empfehle ich ganz klar ein größeres Exemplar, aber nicht zu groß. Sie werden auch Tagesrucksack genannt, da der Proviant und Getränke nur für einen Tag reicht. Übernachtungen sind also nicht drin, aber die benötigst du bei den meisten Klettersteigen ohnehin nicht. Hier müsste man dann schon größere Trekkingrucksäcke packen und mitführen. Große Trekkingrucksäcke, die bis über den Kopf gehen, sind aber am Klettersteig tabu.

Gut belüftet

Für die meist langen Zustiege und hinterher auch Abstiege ist hier im Gegensatz zum Rucksack für den Sportklettersteig ein Rucksack mit Netzrücken vorzuziehen. Hier haben sich zahlreiche Hersteller von Rucksäcken Gedanken gemacht und verschiedene Belüftungssysteme entwickelt. Oft wird ein sogenannter Belüftungskanal mittels Polster geschaffen, durch den frische Luft durchströmen kann und der Rücken so belüftet wird. Durch die ständige Luftzirkulation auf der Tagestour wird Schweißbildung effektiv vorgebeugt. Ebenfalls kann der Platz genutzt werden um eine leichte Jacke reinzustecken.

Welche Rucksäcke von welchen Marken gibt es?

Meine Empfehlung geht zu Deuter Rucksäcken, da sich diese gut an den Körper anpassen, robust sind und sinnvolle Features wie eben den Netzrücken und Materialschlaufen am Hüftgurt aufweisen. Sie haben aber einen Nachteil. Sie sind nicht wirklich günstig, dafür qualitativ sehr hochwertig. Qualität hat nun mal ihren Preis. Dafür kannst du dann ohne Probleme stundenlang Ausrüstung, Bekleidung, Proviant und Getränke herumtragen ohne dass dir ein solches Backpack unangenehm wird. Bei billigen Produkten muss man hier beim Komfort schon Abstriche machen. Eine gute Wahl für einen Tagestour wäre z.B. der Deuter Act Trail in der Größe 30 Liter (Damen können auch 22 bis 24 Liter nehmen) oder der Deuter Futura 22 mit 22 Liter Volumen. Ein toller Klettersteig Rucksack für Tagestouren ist auch der Deuter Zugspitze 24, der etwas günstiger daherkommt.

Jack Wolfskin Moab Jam 24

71,37 € 109,95 €

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Jack Wolfskin Moab Jam 30

77,73 € 119,95 €

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Deuter ACT Trail 30

109,95 €

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Deuter Futura 22

99,95 €

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Deuter Futura 28

109,99 € 119,00 €

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Deuter Zugspitze 24

79,00 € 89,95 €

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Welches Fassungsvermögen sollte der Tagesrucksack haben?

Bei einer Tagestour auf langen Alpinklettersteigen hat man meistens einen langen Zustieg zum Einstieg des eigentlichen Klettersteigs. Daher ist den Klettergurt samt Klettersteigset den ganzen Aufstieg am Körper zu tragen, meist nicht wünschenswert. Es nervt einfach, ganz zu schweigen von möglichen komischen Blicken der „normalen“ Bergwanderer. Deswegen musst du dein Klettersteigset im Rucksack mit Netzrücken verstauen. Die Größe eines Rucksacks (Innenvolumen) wird meistens in Litern angegeben. Für eine Tagestour am Klettersteig hat sich eine Rucksackgröße von 25 bis 30 Liter bewährt. Dieser Klettersteig Rucksack ist groß genug alles reinzukriegen und auch gleichzeitig klein genug um nicht beim Klettersteig zu behindern.

Will man allerdings seine Kinder bei einer Tagestour auf den Klettersteig mitnehmen, dann darf er ruhig etwas größer als 30 Liter ausfallen, da Kinder bei der Kleidung eine größere Auswahl brauchen, weil die Thermoregulation nicht so effizient ist. Sie frieren und schwitzen leichter. Deswegen braucht man hier mehr Stauraum für wärmende Kleidung und natürlich auch mehr Proviant und Getränke. Ein 35 bis 40 Liter Rucksack sollte hier dann ausreichen.

Tagesrucksack für den Klettersteig passend zur Körpergröße auswählen

Wichtig ist es auch, einen Rucksack mit Netzrücken für den Klettersteig passend für deine Körpergröße auszuwählen. Denk daran, dass du am Steig einen Helm trägst und du oft nach oben schauen musst beim Klettern. Somit darf der Klettersteig Rucksack nicht zu hoch sein und dich sogar überragen, da du sonst den Kopf nicht mehr nach hinten neigen kannst weil der Backpack im Weg ist.

Vorrichtung für Trinksystem

Ein Trinksystem ist eine Vorrichtung um jederzeit „aus dem Rucksack“ trinken zu können. Dazu wird eine Trinkblase im Inneren des Rucksacks in einer Halterung installiert und der Schlauch durch eine extra Öffnung am Reißverschluss nach außen geführt. Ich persönlich nutze solche Trinksysteme nicht. und würde daher sagen „nice to have“ aber nicht unbedingt nötig. Am Klettersteig mach ich gerne lieber gescheit Pause und setze mich hin. 🙂 Selbst der schwerste Klettersteig bietet einige gute Stellen zum Rasten. Dabei aber bitte immer das Klettersteigset ins Stahlseil hängen und gesichert bleiben. Wichtig ist auch, dass dein 30 Liter Backpack mit einem Zusatzkarabiner gegen Herunterfallen gesichert ist.

Auf die Flossen, auf Außentaschen und Deckeltasche achten

Ein 30 Liter Tagesrucksack für die Tagestour am Klettersteig sollte unbedingt Hüftflossen mit einem tragfähigen Bauchgurt aufweisen. So werden die Schultern bei langen Aufstiegen wirkungsvoll entlastet. Um zu testen ob der Hüftgurt ausreichend tragfähig ist kannst du folgendes tun: Packe den Rucksack ganz normal und schließe den Hüftgurt. Dann stell den Rucksack mit der Hälfte vom Hüftgurt auf eine Tischplatte, so dass der Rucksack selbst frei in der Luft hängt. Gute Hüftgurte sollten jetzt nicht abknicken und den Sack tragen. Knicken sie ein, so ist der Hüftgurt nur zum Fixieren an den Körper geeignet, aber nicht zum Tragen.

Beim Klettern auf dem Klettersteig erfüllen die Flossen mit Bauchgurt noch eine weitere Funktion. Sie fixieren den Klettersteig Rucksack eng am Körper und er schlackert bei Steilpassagen und Überhängen nicht am Körper herum. Außerdem wird so der Schwerpunkt günstiger verteilt.

Praktisch sind auch Außentaschen, in denen du z.B eine Trinkflasche packen kannst, die dann ruckzuck griffbereit ist. Wichtig bei einem Klettersteig Rucksack für die Tagestour ist auch eine ausreichend große Deckeltasche, in die du alles rein packen kannst, was schnell griffbereit sein muss, z.B das Verbandszeug oder auch eine Mütze.

Bei wasserdichten Reißverschlüssen auf die Qualität achten

Wird ein Tagesrucksack mit wasserdichten Reißverschlüssen beworben, so solltest du auch darauf achten, dass diese von guter Qualität sind oder besser darauf zu verzichten. Bei Billigprodukten reißen diese bei häufiger Benutzung oft aus und der Klettersteig Rucksack sieht in kürzester Zeit zerfranst aus. Bei Markenprodukten wie Deuter oder Mammut passt die Qualität und du kannst bedenkenlos zugreifen.

Befestigungsschlaufen und Ösen für Material und Helm

Die meisten Rucksäcke besitzen auch praktische Befestigungsschlaufen, an denen du allerlei Kleinzeug befestigen kannst. Doch auch hier gilt – weniger ist mehr. Häng deinen Rucksack nicht zu wie einen Weihnachtsbaum! Sonst bleibst du gern mal an irgendwelchen Stiften oder scharfkantigen Felsen am Klettersteig hängen und das ist wirklich nicht wünschenswert. Hier spreche ich auch aus Erfahrung. Es reicht schon, wenn sich in einer Steilpassage gelegentlich die Klettersteigkarabiner in einem Sicherungshaken verfangen. Du willst nach oben und wirst ruckartig gehindert, das ist ein saublödes Gefühl. Wenn sich jetzt auch noch dein Klettersteig Rucksack verfängt – dann gute Nacht.

Schwere Artikel für eine Tagestour sollten im Inneren verstaut werden. Passt der leichte Helm beim Zustieg wegen viel Proviant und Wasser nicht mehr hinein, so kann er ruhig draußen an den Schlaufen mittels Karabiner oder auch mit dem Kinnband befestigt werden. Achte drauf dass er nicht zu stark umherbaumelt und dir bei schnellen Bewegungen womöglich dauern an die Backe stößt. Praktisch ist auch ein Spannnetz, das manche Rucksäcke bieten. Es wird einfach nach dem Packen über den Helm gezogen und hält ihn an seinem Platz.

Was soll alles in den Rucksack für eine Tagestour?

Der Hersteller Deuter hat hierfür eine sehr ausführliche Packliste geschrieben, die ich dir hier gern verlinke.

 

Ich persönlich halte die Liste aber ehrlich gesagt für „too much“. Mein Tipp: Nimm nur mit, was du auf der Tour unbedingt benötigst. Jedes zusätzliche Gewicht, dass du heraufschleppen musst, kostet dich wertvolle Energie. Wenn diese Energie beim schweißtreibenden Aufstieg schon flöten geht, bist du am Einstieg vom Klettersteig bereits müde und geschafft. Damit gefährdest du nicht nur deine eigene Sicherheit, sondern bringst dich auch selbst um den Spaß, den das Klettersteigen macht. Das wäre schade.

Grundregel: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Daher nachfolgend meine eigene Packliste, mit der ich auf vielen Alpinklettersteigen schon gute Erfahrungen gemacht habe.

Persönliche Packliste

Leichter Rucksack für den Klettersteig

Leicht unterwegs am Hausbachfall

Bei den Schuhen nutze ich auf einer Tagestour keine speziellen Zustiegsschuhe sondern lass meine Klettersteigschuhe Hanwag Ferrata Combi GTX beim Aufstieg an. Wichtig sind hier bequeme Trekkingsocken (Falke). Als Hose trage ich eine Stretchhose mit Außentaschen im Sommer leicht im Winter gefüttert. Meine Oberbekleidung besteht aus einem T-Shirt im Sommer und für kältere Tage im Herbst/Frühjahr habe ich eine Funktionsjacke. Meine Fotoausrüstung trage ich griffbereit immer am Mann.

Sicherheitsausrüstung

  • Klettergurt
  • Klettersteigset
  • Kletterhelm
  • Klettersteighandschuhe
  • zusätzliche Bandschlinge

zusätzliche Bekleidung

  • Isolationsjacke
  • Wechselwäsche
  • Mütze
  • Schal/Tuch
  • Sonnenbrille
  • Sonnencreme/Lippencreme

Sonstige Ausrüstung

  • Multitool
  • Stirnlampe
  • Teleskopstöcke
  • Mülltüte
  • etwas Bargeld für die Hütte

Verpflegung

  • Wasserflasche (mind. 1,5 Liter)
  • Brotzeit in Brotzeitdose
  • Energieriegel, Traubenzucker
  • Erste Hilfe Set
  • Handy für Notruf (aufgeladen)

Gesundheit/Notfälle

  • Erste Hilfe Set
  • Tape
  • Blasenpflaster
  • Kopfschmerztabletten
  • Handy für Notruf (aufgeladen)
  • Versicherungskarte
  • Pass/Personalausweis

(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Gehen normale Wanderrucksäcke auch?

Wenn sie leicht sind und die besprochenen Features aufweisen, warum nicht. Manche sind aber schwerer, da hier nicht immer auf Leichtgewicht geachtet wird. Oft ist hier auch der Rückenbereich sehr stark gewölbt, was zwar sehr gut gegen Schwitzen hilft aber den Schwerpunkt beim Klettern unnötig nach hinten verlagert. Das muss nicht sein, denn an einem Überhang wirst du solch einen Rucksack mit stark gewölbten Netzrücken verfluchen, da er dich ständig nach hinten zieht.

Rucksack richtig packen

Die Frage, wie ein 30 Liter Klettersteig Rucksack richtig zu packen ist, ist nur für größere Rucksäcke für Tagestouren interessant, denn in einen Fahrradrucksack passt eh nicht viel rein. Bei einem Tagesrucksack ist es dagegen nicht egal, wohin man welche Sachen packt.

  • schwere Gegenstände immer möglichst nah am Rücken verstauen (Wasserflasche)
  • kleine Teile gehören in verschließbare Innenfächer (Autoschlüssel, Geld, Akkus)
  • Teleskopstöcke entweder in den Rucksack ganz hinten oder außen am Rucksack
  • Klettergurt und Klettersteigset griffbereit möglichst weit oben
  • Sonnenbrille, Sonnencreme, Kopfschmerztabletten, Energieriegel, Traubenzucker in Außentaschen
  • Erste-Hilfe Set oben in der Deckeltasche

Was kostet ein guter Rucksack

Ein guter Rucksack für den Klettersteig ist sicherlich nicht ganz billig. Gute, qualitativ hochwertige Rucksäcke mit Netzrücken gibt es von Deuter, allerdings wirst du so einen 30 Liter Klettersteig Rucksack für die Tagestour nicht unter 80 Euro bekommen. Manchmal gibt es Sonderangebote. Doch die Ausgabe lohnt sich. So ein Qualitätsprodukt hält auch viel länger als ein Billigprodukt. Gerade bei den Riemen und Reißverschlüssen ist gute Qualität wichtig. Wer billig kauft, kauft oft zweimal. Bei den Leichtrucksäcken und Fahrradrucksäcken kommst du etwas günstiger weg. Etwa 40 bis 60 Euro solltest du hier einplanen.

Fazit Klettersteig Rucksack

Bei den Rucksäcken gibt es eine riesige Auswahl von verschiedenen Typen mit verschiedenen Ausstattungsmerkmalen. Mein Tipp: Besorge dir zwei Rucksäcke. Einen schmalen kleinen für die fetzigen Sportklettersteige, wo jedes Gramm zählt. Hier darf es dann gern auch ein Fahrradrucksack mit oben besprochenen Ausstattungsmerkmalen sein. Für die langen Alpinklettersteige als Tagestour nimmst du einen größeren 30 Liter Rucksack mit Netzrücken. Achte hier auch auf die oben beschriebenen Merkmale, so dass du maximalen Spaß am Klettersteig hast. Willst du deine Kinder mitnehmen, so nimm bei den Tagestouren einfach eine Nummer größer, so dass die lieben Kleinen auch bestens versorgt sind.


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