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Klettersteigschuhe Test 2017 – Gut besohlt am Klettersteig

Für einen Klettersteig solltest du dir unbedingt ordentliche Klettersteigschuhe gönnen. Dazu berät dich der Klettersteigschuhe Test 2017. Mach es nicht, so wie ich zunächst auch dachte, und bring dich mit „Billigtretern“ in Gefahr. Wenn du an einer ungünstigen Stelle durch falsches Schuhwerk abrutscht und der Bandfalldämpfer deines Klettersteigsets auslöst, riskierst du im schlimmsten Fall eine Hubschrauberrettung, die dich gern mal mehrere Tausend Euro kosten kann. Von etwaigen schlimmen Verletzungen ganz zu schweigen. Und das alles nur, weil du eben mal 200 Euro sparen wolltest…

Klettersteigschuhe sind zwar eine teure doch in der Regel eine einmalige Anschaffung. Ich trage meine Hanwag Combi Ferrata GTXzum Test bereits seit nunmehr fünf Jahren und sie sind immer noch voll intakt. Klettersteigschuhe steigern dein Sicherheitsempfinden auf dem Klettersteig enorm.

Approachschuhe (ursprünglich für Zustiege/leichtes Klettern) wären theoretisch auch für Klettersteige geeignet. Der Klettersteigschuhe Test 2017 rät aber trotzdem von solchen halbhohen Schuhen ab, da bei dieser Art von Schuhen keine Sicherheit gegen Umknicken besteht. Dies kann nicht nur sehr schmerzhaft sein, sondern auch gänzlich das Weitergehen auf dem Klettersteig unmöglich machen. Und dann hat man wirklich ein Problem.

Aus diesem Grund rate ich immer zu halbhohen Bergstiefeln, die die Umknickgefahr schon durch ihre Bauart verhindern und den empfindlichen Knöchel außerdem gut schützen. Außerdem kannst du diese auch auf normalen Bergwanderungen einsetzen. Folgende Produkte empfiehlt der Klettersteigschuhe Test 2017. Ich empfehle dir auch meine ausführliche Kaufberatung zu den Klettersteigschuhen weiter unten auf der Seite zu lesen, wenn du dir nicht sicher bist.

Hinweis: Klettersteigschuhe mit ausführlichem Testbericht sind mit „Test“ im Namen gekennzeichnet.

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Klettersteigschuhe Test 2017 Kaufberatung – Checkliste für gute Schuhe

Folgende Checkliste des Klettersteigschuhe Test kannst du durchgehen um den richtigen Schuh für dich zu finden.

Gute Anpassungsmöglichkeiten/Schnürung

Der Schaft sollte bei Schuhen wegen der erhöhten Umknickgefahr die empfindlichen Knöchel abdecken. So wird der Fuß stabilisiert und man ist gegen ein schmerzhaftes Umknicken geschützt. Der hohe Schaft sollte aber zum Klettern trotzdem beweglich bleiben, empfiehlt der Klettersteigschuhe Test 2017. Klettersteigschuhhersteller haben hier deshalb verschiedene Systeme (z.b 3F Power System bei Salewa) entwickelt, die genau das ermöglichen. So ergibt sich in Verbindung mit einer Verwindungssteifigkeit der Sohle eine hohe Seitenstabilität, die ein günstiges Antreten am Fels möglich macht.

Bei der Schnürung ist eine bewährte Kombination aus Schlaufen unten und Haken oben sinnvoll. Für ein optimales Andrücken der Ferse sollte diese über Tiefzughaken (Deep Pull) oder -schlaufen verfügen. Ideal wäre es, wenn sich der gesamte Fußbereich in einem Zug zuziehen lassen würde. Deutlich funktionaler ist aber ein zusätzlicher Fixierungshaken plus eine Laschenzentrierung oben (z.B. wie bei Salewa). Stabile reißfeste Heckzugschlaufen, die als An- und Ausziehhilfe dienen, runden einen guten Klettersteigschuh ab.

Der Klettersteigschuhe Test rät: Für einen sicheren Halt auf dem Fels sollte der Schuh schlank geschnitten und exakt auf die Fußform anpassbar sein, wobei man darauf achten sollte, dass der Zehenbereich nicht zu eng ist wegen möglichen Blasen oder Druckstellen.

Obermaterial

Klettersteigschuhe sollen im Zehen-, Fersen und Sohlenrandbereich aus Leder bestehen. Es ist formstabil und scheuerfest. Der Laschenbereich sollte dagegen idealerweise aus textilem Material bestehen, da dieses Material flexibel ist. Meist verwenden die Hersteller eine Kombination aus beiden Materialien, die dadurch fast allen Ansprüchen gerecht wird. Ein umlaufender Geröllschutz aus Gummi ist außerdem dringend anzuraten, damit in Geröllpassagen der Schuh vor Abrieb durch spitze Steine und der Fuß selber vor Verletzungen geschützt ist. Dieses Merkmal bieten aber alle vom Klettersteigschuhe Test empfohlene Klettersteigschuhe.

Der Klettersteigschuhe Test rät: Achte beim Obermaterial auf eine Kombination aus scheuerfestem Leder und flexiblen Textilmaterial  und auf einen umlaufenden Geröllschutz aus Gummi

Innenfutter

Obwohl das Futter bei der Schönwetteraktivität Klettersteiggehen nicht unbedingt wasserdicht sein muss, würde ich beim Klettersteigschuhkauf trotzdem nicht auf GORE-TEX® Material verzichten. Der Einsatzbereich der Klettersteigschuhe wird damit gehörig erweitert. Diesen Schuh kann man dann genauso zum Wandern oder normalen Bergsteigen benutzen, wo die Witterung auch mal schlecht sein kann oder man vielleicht mal einen Bachlauf durchqueren muss. Die GORE-TEX® Membran ist wasserdicht und ist trotzdem atmungsaktiv um den Fußschweiß nach außen abzuführen.

Der Klettersteigschuhe Test rät: Du solltest für einen erweiterten alpinen Einsatzbereich, wie Wandern oder Bergsteigen Klettersteigschuhe mit atmungsaktiver und wasserdichter GORE-TEX® Membran bevorzugen.

Sohle

Die Sohle sollte im Vorfußbereich die nötige Flexibilität haben um einen richtigen hohen Antritt in steilen und felsigen Passagen zu ermöglichen. Wichtig ist auch ein ausgeprägter Absatz oder Mittelfußmulde auf der Sohle. Der Grund sind die vielen Eisenbügeln und Trittstifte, die als Tritthilfen auf vielen Klettersteigen dienen. Ohne diesen Absatz oder Mittelfußmulde würde man auf diesen Tritthilfen leichter abrutschen, was sehr gefährlich sein kann. An dieser Stelle nochmals der Apell des Klettersteigschuhe Test 2017, dass bitte keine Turnschuhe verwendet werden sollen.

Bei Klettersteigschuhen ist eine mittelharte Sohle ideal, wie sie bei Kategorie B-Schuhen verwendet wird. Die Sohle sollte relativ verwindungssteif sein um einen guten Halt auf schmalen Felstritten zu ermöglichen, allerdings noch weich genug, damit das Gefühl für den Untergrund erhalten bleibt. Für Klettersteige mit Gletscherüberquerung wie z.B. der Zugspitze Klettersteig ist ein bedingt steigeisenfester Schuh von Vorteil, an dem z.B. Grödeln montiert werden können.

Voll steigeisenfeste Klettersteigschuhe braucht man für den reinen Klettersteigeinsatz nicht, doch erweitert diese Eigenschaft natürlich den Einsatzbereich. Man sollte jedoch beachten, dass voll steigeisenfeste Schuhe durch ihre notwendige Sohlensteifigkeit für die Steigeisen weniger Gespür für den Fels ermöglichen. Der Salewa MS Rapace GTX  zum Test bildet hier die löbliche Ausnahme. Er ist voll steigeisenfest, ermöglicht aber dem Träger dennoch ein gutes Gefühl für den Untergrund.

Der Klettersteigschuhe Test rät: Du solltest darauf achten, dass die Klettersteigschuhe einen ausgeprägten Absatz oder Mittelfußmulde besitzen und bedingt steigeisenfest sind.

Climbing Zone

Die Schuhsohle sollte vorne an der Schuhspitze und Innenballen mit einer sogenannten Climbing Zone versehen sein. Diese besonders harte Kletterzone ohne Profil ist sehr klein, dadurch kann man einen sehr hohen Anpressdruck auf den Felsen aufbringen, sodass die Schuhe förmlich am Felsen kleben bleiben. Dies ist vor allem bei Reibungspassagen (Abschnitte auf nacktem steilen Fels ohne künstliche Tritthilfen notwendig). Die gute Nachricht: Bei fast allen Vibram® Sohlen ist diese spezielle Climbing Zone enthalten.

Der Klettersteigschuhe Test rät: Achte auf eine Vibram® „Mulaz“ Sohle. Sie bietet die Climbingzone, die sehr wichtig auf Reibungspassagen auf dem Klettersteig ist.

Profil

Vor allem auf erdigem und weichem Untergrund und bei schlammigen ungesicherten Zu- und Abstiegen von Klettersteigen ist ein gutes Profil nötig. Ebenso bei steilen erdigen Aufstiegen oder Querungen. Ein tiefes Profil von 5 mm wie das griffige Standardprofil „Mulaz“ von Vibram® ist vielseitig einsetzbar. Dieses Profil besitzt auch die sehr wichtige Climbing Zone an der Fußspitze und am Innenballen. Es bietet spezielle Reibungsflächen nur an den Stellen wo man sie wirklich braucht und ist ansonsten eine sehr griffige Sohle mit stollenartigen gummierten Elementen – ideal für Klettersteige.

Der Klettersteigschuhe Test rät: Achte auf ein gutes griffiges Profil wie das Vibram® „Mulaz“, das dir auch erweiterte Sicherheit auf ungesicherten Zu- und Abstiegen bietet.

Wie bewertet der Klettersteigschuhe Test 2017?

Im Klettersteigschuhe Test 2017 werden die Schuhe nach den Kriterien

  • Verarbeitung
  • Anpassung/Komfort
  • Grip am Fels
  • Einsatzbereich
  • Preis/Leistung

überprüft, zusammengefasst und anschließend ein Fazit gebildet. Sind die Schuhe vom Gesamtergebnis empfehlenswert, spricht der Klettersteigschuhe Test 2017 auch eine Kaufempfehlung aus.

Schau dir auch meinen Vergleich der TOP 5 Klettersteigschuhe an.


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